Über mich

Willkommen, lieber Mitmensch!

Du hast auf meine Seiten gefunden – wie schön! Mein Name ist Nanett. Vielleicht erfahre ich schon bald deinen? Du triffst mich hier an zwischen Hölzern und Fell, Perlen und Federn, Schnüren und Fäden und vielen anderen Geschenken des Waldes und der Natur. Ich liebe den Wald und alle seine Bewohner. Ich besuche sie, so oft ich kann. Komm doch mit!

Lass uns kurz innehalten. Dieser Baum ist besonders. Bitte gib uns einen Moment, ich möchte ihn berühren und meine Stirn an seinen Stamm lehnen. Ich kenne ihn schon lange, aber wirklich vertraut sind wir erst mit dem Beginn meiner Reise zu mir selbst geworden. Hörst du das fleißige Klopfen des Spechts? Er hat die Stille durchbrochen und ermahnt uns, weiterzugehen. Hinauf, über Wurzeln und Moos. Die feuchte, erdige Luft und der Geruch nach Fichtenharz weicht dem Duft von Gras und Beeren. Wir sind auf einer Anhöhe und können weit über Wald und Wiesen blicken. Nach vorn und zurück. Du möchtest von meiner Reise hören? Es ist keine besondere Geschichte. Erzählst du mir irgendwann deine? Dann lass uns auf dem sonnenwarmen Boden Platz nehmen, im Schoß unserer Mutter, im Kreis der Zeit. Ich suche einen Zweig und reiche ihn dir. Brich ihn entzwei!

Es beginnt mit einem Bruch in meinem Leben. Ich verlor, was ich sicher glaubte. Ich wurde tief verletzt und der Schmerz weckte noch älteren Schmerz – und weckte mich. Zuerst war ich verstört und verunsichert. Wie ein Kind, das aus dem Schlaf gerissen wurde. Schau, eine Wolke schiebt sich vor die Sonne und wirft ein graues Tuch auf uns herab. Ja, ich war nur ein Schatten meiner selbst. Es sollte noch Jahre dauern, bis ich das verstanden hatte. Ich versuchte, mich zu orientieren. Wie die meisten Menschen wünschte ich mir Halt, Freundschaft und Lebenssinn. Ich spürte, dass es in mir etwas zu entdecken gab, aber ich wusste nicht, wie ich es finden sollte. Der Wind in den Baumkronen raunte mir eine Ahnung zu, aber die Bäume hatten noch nicht zu mir gesprochen. Bevor ich die Spirits kennenlernte, stolperte ich in der bunten Welt der Spiritualität umher. Ich besuchte ein erstes Seminar und bald drängte mein Inneres immer mehr darauf, sich mitzuteilen. Ah, die Wolke zieht weiter und die Farben kehren zurück. Farbe! Ich fing an, zu malen. Es tat gut, aber es war kein Schaffen. Es war ein Kanal, durch den scheinbar ungefiltert alles hindurchfloss und der mich zusehends erschöpfte. Es hatte seine Zeit. Aber so, wie ich jetzt diese Handvoll Erde durch meine Finger rinnen lasse und den Staub auf meinen Händen betrachten kann, blieb etwas zurück. Farbe und Leinwand sind nicht aus meinem Leben verschwunden. Ich verbinde sie heute mit verschiedenen Materialien zu Assemblagen. Einige nutze ich als Meditationsbilder. Sie stehen für sich und ich kann mit ihnen in Resonanz treten. Vieles ist erst heilsam, wenn es zum Gegenüber wird.

Spürst du, dass wir nicht alleine hier sind? Alles um uns herum nimmt uns wahr. Bald schon zog mich das Ursprüngliche an. Indigene Kulturen faszinierten mich. Es rührte etwas in mir an, doch es blieb fremd und ich musste einige Enttäuschungen überwinden. Ich lernte, mich in meiner Umgebung umzusehen. Ich erkannte Eingänge zu anderen Ebenen und langsam wuchs in mir der Mut für eigene Rituale. Oft wurde ich dabei mit den schmerzhaften Seiten meines Seins konfrontiert, aber mein Schatten nahm Gestalt an und ich war auf dem Weg, Heimat zu finden.

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Ich lächele in den Himmel. Zwei Krähen fliegen aus den nahen Wipfeln auf. Sie folgen uns schon eine ganze Weile. Wir sollten aufbrechen! Wir verlassen die Anhöhe und tauchen unter das gesprenkelte Blätterdach eines kleinen Wäldchens ab. Vor uns verlaufen viele Pfade in unterschiedliche Richtungen. Ich lasse mich treiben. Ich weiß, wie ich nach Hause komme. Ein Sonnenstrahl zeigt mir eine glänzende Feder im Laub. Ich bedanke mich und stecke sie in meinen Beutel.

Es war eine Trommel, der sich meine Seele anvertraute. Die Trommel gab mir Kraft, sie verlieh mir eine Stimme und sie ließ mich erzittern. Ich ließ sie im Wald sprechen, unter den Schutzschirm der Bäume, die Freunde geworden waren. Verschiedene Klänge traten in mein Leben, unterschiedliche Schwingungen, Lust zu gestalten. Ich probierte Dinge aus, experimentierte mit Materialien, baute erste Ritualstäbe – und war sehr oft verzweifelt. Ich glaubte nicht daran, dass ich etwas von Wert schaffen konnte. Etwas, das andere berührt, denn das wünschte ich mir sehr. Doch irgendwann rasselte es vorsichtig in meinem Wohnzimmer. Ich hatte einen Korpus aus Fell genäht und befüllt, einen Stab gefunden, das Holz geschliffen und das ganze sogar so zusammengebracht, dass es nicht wieder auseinander fiel. Mit der Zeit gewannen die Rasseln an Charakter. Sie wurden eigenständig. Sie wurden Rasselwesen. Und sie sprachen Menschen an. Mit jeder Rassel gehe ich heute durch einen intensiven Prozess, jedes Detail ist wichtig. Ich darf ihre Geburtshelferin sein, was mich ebenso bewegt wie die Reaktionen der Menschen, die sich von ihnen gerufen fühlen.

Wir betreten einen geteerten Weg. Unser Spaziergang neigt sich dem Ende zu und auch die Geschichte von meiner Reise. Mein Körper fühlt sich belebt, mein Rock schwingt um meine Beine, als es bergab geht. Ich genieße das Gefühl von Freiheit und Weiblichkeit, welches mir dieses Kleidungsstück verleiht. Da vorne ist mein Haus. Ich muss mich nun von dir verabschieden. Vielen Dank, dass du ein Stück mit mir gegangen bist. Besuche mich gerne wieder!

Dies sind nicht allein meine Worte. Eine Freundin hat mir geholfen diesen Text zu verfassen, wo mir die passende Sprache fehlte. Sie kennt mich und meine Arbeit gut und war oft mit mir spazieren.

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Zitate

Der Maler ist das Auge der Welt.
Otto Dix
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Albert Einstein
Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen.
n. n.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
Mahatma Gandhi
Es sind Harmonien und Kontraste in den Farben verborgen, die ganz von selbst zusammenwirken.
Vincent van Gogh

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